Melancholia – der Film

Melancholia

Bildquelle: melancholiathemovie.com

Der dänische Filmregisseur Lars von Trier erzählt in seinem Sciene-Fiction-Drama Melancholia, das 2011 in die Kinos kam, die Geschichte der melancholischen Justine (Kirsten Dunst) und ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg). Nach einer Eingangssequenz, die einen Traum von Justine zeigt, in dem sie das Ende der Welt durch die Kollision mit dem Planeten Melancholia sieht, gliedert sich der Film in zwei Akte.

Der erste Akt zeigt den unglücklichen Verlauf der Hochzeit von Justine und einem hübschen Mann (Alexander Skarsgard). Gleich zu Beginn verärgert das Brautpaar Justines Schwester Claire, indem sie zu spät zu der von ihr ausgerichteten Feier erscheinen, da sie mit ihrer großen Stretch-Limousine immer wieder auf den engen Wegen zum Schloss ihres Schwagers John (Kiefer Sutherland) steckenbleiben. Während Claire ihrer Schwester Vorwürfe macht, erblickt diese einen hellen Stern am Himmel, bei dem es sich, laut dem astronomiebegeisterten John, um Antares handelt. Justine verlässt immer wieder zwischenzeitlich die Feierlichkeit, die weiter unglücklich verlaufen, da es zum Streit der geschiedenen Brauteltern kommt. Gaby (Charlotte Rampling) und Dexter (John Hurt) beschimpfen sich in aller Öffentlichkeit und ruinieren die Feier somit vollends. Jack (Stellan Skarsgard), Justines Arbeitgeber ist ebenfalls Gast auf der Hochzeit und verkündet, der schlechten Stimmung zum Trotz, die Beförderung von Justine, bedrängt sie jedoch anschließend mit der Forderung nach einem neuen Werbeslogan, wodurch diese zurück in ihre starke Depression fällt, ihren neuen Mann direkt mit einem Arbeitskollegen betrügt und von ihm verlassen wird.

Im zweiten Akt, der am anderen Morgen spielt, holt Claire ihre Schwester zurück und versucht dieser bei ihrem Zusammenbruch beizustehen. Bei einem gemeinsamen Ausritt stellen die beiden Schwestern fest, dass Antares von Melancholia verdeckt wird, der hinter der Sonne auftaucht. Claire ist von den Ereignissen äußerst beunruhigt und glaubt den Prognosen, die sie im Internet liest und die besagen, dass es zur Kollision der Erde mit Melancholia kommt. Ihr Mann versucht sie davon zu überzeugen, dass der Planet die Erde nur passiert, sorgt jedoch mit Benzin und Lebensmitteln für den Ernstfall vor. Justine reagiert nicht so fassungslos wie ihre Schwester, sondern sehnt sich die Kollision herbei, während sie nachts nackt zu Melancholia aufblickt. Zunächst scheint es, als würde John Recht behalten und Melancholia fliegt an der Erde vorbei, doch nachdem er die Erdumlaufbahn ein zweites Mal kreuzt, steuert er direkt auf die Erde zu. John nimmt sich, im Angesicht der bevorstehenden Katastrophe, das Leben mit Tabletten und lässt eine verzweifelt Claire zurück, die seinen Tod vor ihrer Schwester und ihrem Sohn Leo (Cameron Spurr) verheimlicht. Justine baut eine Arte ‚magische Höhle’ aus Ästen für Leo, der sie gemeinsam vor dem Aufprall schützen soll. Als es am Ende zur Kollision kommt und die Erde vernichtet wird, sitzen Justin, Claire und Leo zusammen in ihrem Unterstand und fassen sich an den Händen.